Georg Magirius... und seine Bücher |
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Kurzbeschreibung: Theologische
Überzeugungen schweben nich aus dem Himmel ein, sondern haben
immer auch mit ganz irdischen Erlebnissen zu tun. Die Biografie spielt eine
große Rolle. Deshalb fragen Journalisten 18 zeitgenössische
Theologinnen und Theologen: Wie wurden Sie eigentlich, was Sie jetzt
sind? Entstanden sind Porträts unter anderem von Eugen Drewermann,
Hans Küng, Johann Baptist Metz, Jürgen Moltmann, Elisabeth
Moltmann-Wendel, Josef Kardinal Ratzinger, Albrecht Schönherr,
Elisabeth Schüssler Fiorenza, Dorothee Sölle, Heinz Zahrnt,
Jörg Zink. Erich Zenger wird von Georg Magirius porträtiert. Der wohl bedeutendste deutschsprachige Alttestamentler der letzten Jahrzehnte hat den Begriff „Das Erste Testament“ geprägt. Am 4. April 2010 ist Erich Zenger in Münster verstorben. Das Porträt "Die Musikalität der Bibel - Erich Zenger" lässt sich auch hören. (Gesendet im Hessischen Rundfunk 2001) Beitrag nachhören >>> hier ... Dank eines glänzenden Gedächtnisses lernt Erich Zenger als Student in Rom die unzähligen dogmatischen Formeln spielend auswendig. Doch sie sind für ihn tote Sprache, ein System, das ihm fast den Atem raubt. Es ist die Bibel, die ihm Sauerstoff gibt und ihn innerhalb des als tödlich empfundenen Systems überleben lässt. Neben dem Studium der scholastischen Philosophie und Theologie im Germanikum und an der Gregoriana besucht er heimlich das Päpstliche Bibelinstitut. Denn die Rede über Gott, die ihm außerhalb der Bibel verabreicht wird, beginnt ihn immer stärker anzuwidern. "Was
ich dort hörte an Theologie, das hatte mit mir nichts zu tun. Da kam ich
nicht vor – und zwar ich konkret mit meiner Biografie. Ich komme eben
aus sehr armen Verhältnissen: Ich musste kämpfen, aber ich bin auch
jemand, der sehr lebenslustig, sehr lebensfroh ist. Ich koche gerne. Ich
esse gerne. Und all dies, sozusagen der Alltag, der alltägliche Mensch,
der gesellschaftliche, der politische Mensch – das kam in dieser
Theologie nicht vor. Dann
natürlich auch die großen Lasten, die ein Leben begleiten. Ich bin zunächst
einmal dadurch von Leid von Anfang betroffen worden, weil mein Vater so früh
starb, und da wir arm waren. Dann hat mich das Buch Hiob sehr früh beschäftig.
Das Bändchen, das ich darüber publiziert habe, ist eigentlich als
biografische Auseinandersetzung geschrieben worden, weil mein Bruder
schon mit 33 Jahren schwer an Multiple Sklerose erkankt ist. Ich habe mich
damit auseinander gesetzt und habe ihm das Buch ja auch gewidmet. Diese für viele Menschen so zentralen Fragen kommen in dieser traditionellen Theologie nicht vor. Deswegen mein Weg in die Bibel, meine Suche in der Bibel...." (Zenger)
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Georg
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