Georg Magirius

 

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Sein wie die Träumenden

Geschichten vom Aufstehen, Auferstehen und neuen Leben
160 Seiten, Evangelische Verlagsanstalt 2007 
Lektorat: Annegret Grimm, Dr. Marc M. Kerling 
EUR 12,80, ISBN 978-3-374-02485-8

... von Georg Magirius 

Georg Magirius: Sein wie die Träumenden

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Kurzbeschreibung:

Prachtvoll, provozierend, fulminant, zärtlich, tastend, träumerisch – so unterschiedlich klingen die biblisch inspirierten Ausflüge, die Georg Magirius ins Grenzland zwischen Tod und Leben führen. Deutlich wird, dass die Botschaft der Auferstehung auch das Leben vor dem Tod berührt. 


Das Buch als Inspiration für einen Osterspaß im Bayerischen Rundfunk:

Auferstehung? Abgelehnt!
Ein Auferstehungsspaß in mehreren Szenen, Bayerischer Rundfunk, Ostersonntag 2008 


Abdruck in Publik-Forum, Zeitung für kritische Christen 

Ausgespuckt ins Leben
Jona hört Gott - auch ohne Telefon, 25. Mai 2007

Stimmen & Rezensionen: 

"Ein wunderbares Buch, diese Himmelsspiele. Eine Traumeinladung und -erlaubnis mit vielen Glücksmomenten." Gabriele Wohmann

"Theologisch und sprachlich wie eine Offenbarung. Magirius ist ein Meister der Vergegenwärtigung." Rainer Oberthür, Dozent für Religionspädagogik und Autor ("Die Bibel für Kinder und alle im Haus"), Amazon.de

"Ich lese in diesem Traumbuch und bei 'Heidelbeerkuchen forever' hat es mich erwischt! Georg Magirrius fabuliert Geschichten um die Texte, die mir gut sind." Friedrich Karl Barth

"Eine poetische Einführung in die Auferstehung." Otto W. Ziegelmeier, Theology.de

"Magirius holt den Himmel in unsere Erfahrungswelt." Stephan Volke, Idea

"Die Geschichten verlangen dem Lesenden einiges ab." Zeitzeichen 

"'Einfach genial', 'erfrischend anders', 'mächtig mutig' - all dies sind Ausrufe, die einem spontan in den Sinn kommen, wenn man dieses Buch in die Hände bekommt." Dr. Reiner Andreas Neuschäfer, Amazon.de 

"Der Autor lädt ein zu Ausflügen aufs Land." Dr. Antje Schrupp, Evangelisches Frankfurt

"Eine sehr lebendige, schöpferische, oft witzige Sprache."  Beate Demmer, Gemeindebrief Evang. Kirchengemeinden Heftrich /  Bermbach

 

Interview:

„Himmlisch: Man darf auch mal im Zimmer hocken bleiben.“ Georg Magirius im Interview, Domradio Köln

 

Lesungskritiken:

"Die Texte des Autors und das Harfenspiel Bettina Lincks verschmolzen zu einer wunderbaren Einheit." Horst Kamke, Darmstädter Echo

"Die Hörer bereiteten den Geschichten im Inneren eine Bühne." Der Kurier, Seligenstadt

"Traumartige Geschichten." Offenbach-Post

"Die Stille war Königin des Abends." Mainhäuser Nachrichten (mit Fotos)

 

Leseprobe: 

Aus der Erzählung: Heidelbeerkuchen für immer 

(…) Der Mann belegte viele Kurse, was mit einer nicht ganz unbeträchtlichen finanziellen Investition verbunden war. Bald hatte er Lektion eins gelernt: „Abschiednehmen ist ganz natürlich“, sprach er mit möglichst gleichmäßiger Stimme. Die Ich-Botschaft dabei durfte nicht fehlen: „Ich will lernen, endlich richtig loszulassen.“ Er betonte die Silbe los-, indem er sie wie einen Kaugummi dehnte – das war schon recht gekonnt. Inzwischen türmten sich auf seinem Nachttisch sorgsam edierte Trauerratgeber, die über viele glänzende Fotos verfügten. „Es gilt alle Trauerphasen zu durchlaufen“, las er in so gut wie jedem dieser Bände. „So wird der Schmerz nach und nach überwunden.“ Besonderen Wert schienen die Bücher darauf zu legen, beim Abschiednehmen die richtige Reihenfolge der Trauerphasen einzuhalten. „Keine Stufe darf ausgelassen werden!“ Wer das geduldig befolge, dem könne schon bald ein neues Leben winken.

Früher hatte der Mann Beerdigungen oft geschwänzt, nun ließ er kaum noch eine aus, weil sich dort das Abschiednehmen wie sonst nirgendwo trainieren ließ. Na gut, das Kuchenessen nach der Beerdigung – das nahm ihn noch immer mit. Ein Bissen schon konnte ihn an nicht enden wollende Kuchenorgien aus sommerlichen Kinderzeiten erinnern. Dann spürte er in der Magengegend wieder dieses altbekannte Ziehen, die süße Wehmut begann sich auszubreiten. Fast wären ihm die Tränen gekommen, rechtzeitig versuchte er sie zu zügeln: „Weinen bitteschön am Grab! Im Café danach darf man dagegen durchaus auch fröhlich sein“, sagte er sich streng. Beim Trauern sollte schließlich alles seine Ordnung haben. Also versuchte er mitzulachen, wenn in der einen oder anderen Trauergesellschaft bald schon Witze gerissen wurden. Der Trauer ein Ventil zu geben, wusste er inzwischen, war nicht unbedeutend und dazu auch wissenschaftlich abgesichert. Es war als ein Merksatz eingerahmt gewesen in dem von ihm inzwischen erworbenen wissenschaftlichen Standardwerk mit dem Titel: Trauern in allen Einzelheiten. Den Hinweis mit dem Lachen hatte er unter der ausführlich besprochenen Trauerphase II/Kapitel 4/Ziffer C entdeckt. (...)

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