Georg Magirius... und seine Bücher |
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Kurzbeschreibung: Würden
alle Figuren
plötzlich lebendig werden, die in Gabriele Wohmanns
unzähligen Erzählungen vorkommen, könnte man
wohl eine Kleinstadt mit ihnen bevölkern. Man hätte
das alltägliche Welttheater vor sich, allerdings eines, bei
dem hinter den banalen Verrichtungen und Problemen die Bruchlinien der
Existenz ausgeleuchtet werden. Damit sich der Leser nicht verliert in diesem verlockenden Figuren- und Geschichtengewimmel aus mehr als fünf Jahrzehnten, hat Georg Magirius die schönsten Erzählungen ausgewählt, darunter "Ein unwiderstehlicher Mann", "Große Liebe", "Flitterwochen dritter Tag", "Die Bütows", "Kurz ist besser", "Ein russischer Sommer", "Vanessas Salon", "Die Schönste im ganzen Land" und "Deutsche Antworten". Außerdem wurde die Auswahl mit dem Bonus einiger neuer Geschichten versehen. Die Autorin: Gabriele Wohmann, 1932 in Darmstadt geboren, gehört zu den wichtigsten Schriftstellerinnen Deutschlands. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Bremer Literaturpreis und dem Hessischen Kulturpreis, und sie erhielt das Große Bundesverdienstkreuz. Zuletzt erschienen "Sterben ist Mist, der Tod aber schön" (2011, mit Georg Magirius) und die Erzählungsbände "Wann kommt die Liebe" (2010) und "Schwarz und ohne alles" (2008). Leseprobe: Aus dem Nachwort von Georg Magirius: (...) Im Literaturpark Rosenhöhe in Darmstadt, bei Gabriele und Reiner Wohmann, nähert man sich dem Werk nicht distanziert, sondern widmet sich dessen erfrischendem Innenleben. Beispiel? Der Apfelstrudel. Auch in der Titelerzählung der Sammlung Eine souveräne Frau spielt dieses Sujet keine geringe Rolle. Gehäuft tritt es in Romanen und Erzählungen um 1980 auf, in jüngerer Zeit seltener, was die berühmte Frage nach autobiographischer Inspiration der Fiktion evoziert. „Apfelstrudel habe ich schon lange nicht mehr gegessen“, bestätigt Gabriele Wohmann, was bedauernd klingt und nach – ihr Lieblingszustand! – Vorfreude. Der
Apfelstrudel kann die Erfüllung allen
Wünschens sein im
Augenblick, indem das Schöne sich verdichtet, frei kommt und
transparent wird
für Überirdisches – und dessen
häufiges Fehlen in den real existierenden
Apfelstrudelzufuhrstätten.
„Übrigens:
unter richtigem Apfelstrudel verstehe ich was anderes“, sagt
Astrid in Eine souveräne Frau.
„Dieses
Wien, Anatol, sag selber, ist es nicht eine echte
Enttäuschung?“ Astrid und damit auch ihre
Schöpferin überspielt die Katastrophe nicht. So darf
in Wohmanns Werk das Ungereimte ungereimt bleiben, der Leser muss
sich seines Sehnsens, Scheiterns und seiner inneren Beben
nicht schämen. Wobei diese nicht selten mit großen
Beben in Beziehung stehen. Nur scheinbar lotet Wohmann allein das vom
Alltag Begrenzte aus, raffiniert kommt darin das Große zur
Sprache. Wollen Sie
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Georg Magirius
Waidmannstraße 23 D-60596 Frankfurt am
Main |
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