Georg Magirius

 

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Erleuchtung in der Kaffeetasse 

Große Fragen und das tägliche Allerlei

200 Seiten, gebunden
Claudius Verlag München 2012
Lektorat: Dr. Dietrich Voorgang
EUR 14,80  ISBN
978-3-532-62428-9

      ... von Georg Magirius (mit einem Nachwort von Gabriele Wohmann)
Georg Magirius: Erleuchtung in der Kaffeetasse

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Kurzbeschreibung:

Was hat eine Kaffeetasse mit Spiritualität zu tun? Nicht weniger als Altar, Ikonen, Yoga, Stille-Meditation, Hostie oder ewiges Licht, behauptet Georg Magirius. Also widmet sich der  "poetischste unter den spirituellen Autoren" (Verlagsankündigung) dem Alltäglichen etwas länger als üblich, bis es überhaupt nicht mehr alltäglich wirkt, sondern einen himmelsgleichen Glanz entfaltet. Gebannt folgt man ihm über Bierbänke, vorbei an Kinderbetten, Einmachgläsern und Mülltonnen bis ins Schwimmbad und ins Wirtshaus hinein.  

„Was Ernst Jünger bei seinen naturwissenschaftlichen Studien nicht wagte, hebt Georg Magirius freimütig aus seiner (scheinbaren) Unscheinbarkeit hervor. Freimütig, ja, und auch mutig, nämlich das letzte Tabu, das Gottesbekenntnis brechend.“ Gabriele Wohmann im Nachwort

Leseprobe:

Aus dem Kapitel: Revolution am Kaffeetisch 

(...) Der Alltag der Deutschen steht offenbar vor einer Revolution, dachte ich, als ich kürzlich eine Meldung in der Zeitung las. Die jüngere Geschichte muss neu geschrieben werden, genau genommen die des Tee- und Kaffeegenusses. Denn die Wissenschaft hat bekannt gegen: Der Konsum der beiden Flüssigkeiten ist nicht so schlimm wie angenommen. Bislang schlürfte man Tee und Kaffee in dem Bewusstsein: Wer genießt, muss dafür büßen - oder zum Ausgleich sehr viel Wasser trinken. 

Jetzt aber verkündet der Berufsverband der Deutschen Internisten: Die alten Studien seien anders zu verstehen, dazu belegen neue wissenschaftliche Untersuchungen: Selbst fünf bis sieben Tassen gar nicht mal so schwachen Kaffees pro Tag bringen den Flüssigkeitshaushalt nicht durcheinander, falls man in Übung, also Anhänger der Kaffeebohne ist. Und auch der schwarze Tee trocknet nicht aus, sondern wird medizinisch betrachtet neuerdings sogar zur Spezies der Getränke gezählt. 

Bislang trank stets das schlechte Gewissen mit. Denn jede Tasse Tee war von der übrigen Tagezufuhr an Flüssikgeit abzuziehen. So konnte ich mich am Abend schon mal flüssigkeitstechnisch in einem fast apokalyptisch zu  nennenden Minusberich befinden. Und selbst wenn man sich eigentlich ganz in Ordnung fühlte, spach die Stimme des Gewissens: Hast du deinem Körper da nicht wieder übel mitgespielt, ihn der Austrockung ausgesetzt samt der Folgen wie frühzeitig eintretender Demenz? Jetzt hingegen ist alles verwandelt, ein Getränkewunder von biblischem Ausmaß ist eingetreten. (...)  


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